Reisebericht August 2013 - Bulgarien

Direkt zum Seiteninhalt
Impressionen
August 2013
03.08.2013 - 25.08.2013


Abflug am 03.08.2013 um 07:45 Uhr mit der Austrian Airlines nach Wien und nach einem kurzen Zwischenstopp weiter nach Sofia. So waren wir kurz vor 13:00 Uhr am Ziel. Lufthansa war zu teuer und BG Air fliegt erst um 18:30 Uhr ab, deshalb wählten wir die Variante über Wien. Bereits im April habe ich es schon einmal ausprobiert und es hat ohne Probleme geklappt.
Diesmal wurde uns unser Mietwagen direkt zum Flugplatz gebracht (Peugeot 406 Automatik von 2002 für 23,00 € am Tag incl. Versicherungen und ohne Kilometerbegrenzung). Nach dem wir den Wagen übernommen hatten, ging es zu unserem "Basislager", wo wir auch schon zum Mittagessen erwartet wurden. Nach dem Mittagessen machten wir einen kurzen Spaziergang und erledigten die ersten Einkäufe. Am Sonntag wollten wir gleich nach dem Frühstück weiter und deshalb wurde am Nachmittag das Gepäck sortiert und alles vorbereitet.


04.08.2013
Nach dem Frühstück wurde das Auto beladen und gegen 10:20 Uhr ging es los. Zuerst legten wir noch einen kurzen Tankstopp ein und dann ging es weiter nach Svidovo (Teteven). Es waren ca. 100 km, für die wir etwas mehr als eine Stunden benötigten. Es gibt ein kurzes Stück Autobahn und dann nur Landstraßen. Die Straßen waren insgesamt in einem ordentliche Zustand und ohne größere Löcher. Kurz vor unserem Ziel riefen wir an, damit wir mit dem Jeep abgeholt werden. Das letzte Stück ist mit einem normalen PKW nicht befahrbar. Wir suchten einen geeigneten Parkplatz, dann wurde das Gepäck umgeladen und nach kurzer Fahrt und etwas durchgeschüttelt erreichten wir unser erstes Etappenziel.
Nach dem Essen wurde der Pool begutachtet und der weitere Tagesablauf besprochen. Diesesmal wollten wir es bis zum Petrahilja schaffen, was im letzten Jahr ja nicht geklappt hatte. Wir verschoben es aber auf den nächsten Morgen, da die Temperaturen dann erträglicher sind und man noch ausgeruht ist. Heute sollte deshalb der neue Pool eingeweiht werden. Er war zwar noch nicht vollständig gefüllt aber das störte uns nicht. Gegen 16:00 Uhr kamen die anderen Gäste. Nach kurzer Zeit wurde auch die "Poolbar" eröffnet, zuerst mit einem Gläßchen Bier und später wurde der Kaffee serviert. Am Abend wurde der Grill angefeuert und in großer Runde wurde bis spät gefeiert.


05.08.2013
Um 07:00 Uhr gab es ein kleines Frühstück, dannach wurde die Ausrüstung noch einmal kontrolliert (5Liter Wasser, Wanderstöcke, Kopfbedeckung, Wanderschuhe) und dann ging es gegen 07:30 Uhr los. Der erste Teil des Weges war kein Problem, da wir im letzten Jahr viele Bilder gemacht hatten und so fanden wir den ersten Ziegenpfad auch ohne Probleme. Einer der markanten Punkte auf dem Weg war eine verfallene Schäferhütte. Ab hier wählten wir im letzten Jahr leider den falschen Weg und blieben im Gestrüpp hängen. Wir suchten uns neue Orientierungspunkte und schon ging es an den letzten Abschnitt. Teilweise lagen die Steigungen zwischen 10-15% und so ging es nur langsam vorwärts. Die gewählten Orientierungspunkte erwiesen sich als goldrichtig und so erreichten wir um 10:05 Uhr den Gipfel (Връх Петрахиля 1178,7 m). Wir hatten einen herrlichen Blick auf Teteven und genossen den Ausblick. Nach dem wir uns etwas ausgeruht hatten, ging es wieder auf den Rückweg. Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg. Da es teilweise sehr steil war, ließen wir uns Zeit und erreichten nach etwas mehr als 2 Stunden wieder unser Ausgangsziel. Es gab noch einen weiteren Weg, der direkt nach Teteven führt. Diesen werden wir das nächste Mal erkunden und uns dann von dort abholen lassen.
                        
                                Die Hälfte ist geschafft                                                   Blick auf Teteven vom Petrahilja
Nach dem Mittagessen wurde wieder der Pool belagert und am Aben saßen wir in kleiner Runde zusammen, da ein Teil schon wieder nach Sofia zurückgefahren war. Es war auch gleichzeitig unser letzter Abend hier, da es am nächsten Tag nach Medovo weiterging.


06.08.2013
Heute standen wir nicht so früh auf, auch wenn eine der längsten Strecken auf dem Tagesprogramm stand. Nach dem wir gefrühstückt hatten und das Gepäck vorbereitet war, wurde alles eingeladen und es ging den Berg runter zu unserem Auto. Jetzt noch einmal umladen und gegen 11:00 Uhr konnten wir die 470 km nach Medovo in Angriff nehmen. Wir wählten den Weg von Teteven nach Trojan und dann über den Trojanpass nach Plovdiv. Vor Plovdiv fuhren wir auf die Autobahn in Richtung Burgas. Das letzte Teilstück von Jambol bis Karnobat wurde vor kurzem auch freigegeben und somit kann man auf der A1 - Trakia von Sofia bis nach Burgas durchfahren. Nach 5 Stunden und zwanzig Minuten erreichten wir Medovo. Dort hatten wir, für drei Übernachtungen, ein Appartment im Chateau Rubaiyat /Шато Рубаят/ gebucht.
Das Chateau Rubaiyat gibt es bereits mehrere Jahre. Bis zum letzten Jahr hieß es noch Chateau Medovo. Scheinbar lief es aber nicht gut und so wurde es von Rubaiyat übernommen (von Rubaiyat gibt es eine Reihe Restaurants im ganzen Land, z.B. in Burgas und im Kulturpalast in Sofia). Der Preis für ein Apartment war moderat mit 40,00 Leva für die Übernachtung. Es gibt auch noch Häuser mit zwei Etagen für bis zu 6 Personen zum Preis von 80,00 Leva. Für zwei Personen reicht aber die kleinere Variante völlig aus. In Medovo selbst gibt es nichts zu sehen. Hier gibt es nicht einmal einen Laden. Deshalb fuhren wir zum Einkaufen ins nahgelegene Kableschkovo (5 km).
Im Chateau gibt es eine Weinkellerei, ein Weingeschäft, ein Restaurant, ein Kaffee und eine Reihe von Werkstätten, in denen alte Handwerke wie zur Wiedergeburtszeit gepflegt werden z.B. eine Weberei und eine Töpferei. Die Handwerker sind leider auf sich allein gestellt, da sich die Verwaltung, nach der Übernahme durch Rubaiyat, so gut wie gar nicht um ihre Belange kümmert und es keine Unterstützung gibt. Auf der Webseite werden diese auch nur beiläufig erwähnt. Die Weine der hiesigen und der angeschlossennen Kellereien kann man im Weingeschäft kaufen, jedoch sind die Preise stark überhöht. Wir haben im Restaurant eine Flasche Wein getrunken und 14,40 Leva bezahlt. Der selbe Wein sollte im Laden über 17,00 Leva kosten. Im Restaurant kostete ein 13 jähriger Rakia Khan Krum 2,00 Leva (50g). Die gleiche Flasche im Laden (0,5 l) kostete fast 4,00 Leva mehr. Das der Wein und der Rakia im Laden teurer sind als im Restaurant, hatte ich bisher noch nirgendwo gesehen. Außer uns gab es kaum andere Hotelgäste. Nach dem wir unser Zimmer bezogen hatten, tranken wir einen Kaffee und fuhren dannach nach Kableschkovo, um etwas Obst und Getränke zu kaufen. Am Abend gingen wir ins Restaurant. Es waren nur einige Tische besetzt und so fiel die Platzwahl nicht schwer. Das Essen war frisch und schmackhaft und die Preise durchaus normal. (z.B. Hühnerleber nach Bauernart = 6,80 Leva, Schäfersalat 450g = 5,10 Leva, Rakia Preslav (abgelagert) 50g = 0,80 Leva). Das Wetter war, wie die ganze Zeit, hervorragend und so konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen.


07.08.2013
Heute gingen wir um 09:30 Uhr zum Frühstück ins Restaurant. Wir bestellten überbackene Sandwich, Kaffee und Tee. Für drei Sandwich mit Lukanka und mit Käse überbacken, zwei große Kaffee und einen Tee bezahlten wir 14,05 Leva. Nach dem wir uns gestärkt hatten, ging es los nach Sveti Vlas. Wir fuhren einmal am Sonnenstrand vorbei, um zu sehen welche Veränderungen es seit zwei Jahren gibt. Es war eine ganze Menge los und ich muß ehrlich zugeben, das ich den ganzen Trubel nicht brauche und deshalb lieber ruhigere Ecken am südlichen Schwarzen Meer bevorzuge. In Sveti Vlas angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz in der Nähe des Hafen. Der Parkplatz am Hafen kostet 3,00 Leva pro Stunde. Wir fanden sogar einen kostenlosen Platz an der Hauptstraße und gingen die paar Meter zu Fuß bis zum Strand. In einer der vielen Strandbars, genauer in der La Playa, tranken wir einen Kaffee und beobachteten das Treiben am Strand. Später fuhren wir dann ins alte Zentrum. Wir parkten direkt vor dem Rathaus (2,00 Leva). Nach einem kurzen Rundgang fanden wir einen CD-Laden und ein paar neu CD's wurden angeschafft. Es gibt fast keine Läden dieser Art mehr. Hier gab es eine umfangreiche Auswahl an bulgarischer Musik von Havy Metal bis Instrumental, sowohl neuere als auch ältere Titel. In den großen Kurorten beschränkt es sich meist auf Chalga. Zum Mittag ließen wir uns in der Bierstube Rubin nieder, wo man einen herrlichen Meerblick hat.
                        
                                Im Hafen von Sveti Vlas                                                  Blick auf Nessebar von der Bierstube Rubin
Nach dem Essen fuhren wir weiter nach Primorsko. Zuerst spazierten wir ca. eine Stunde durch die Straßen und machten dann noch einmal einen Zwischenstopp in einer der vielen Restaurants mit Blick auf den Strand.
Anschließend fuhren wir nach Medovo zurück. Dort tranken wir einen Kaffee und ein Bier im Chateau und ruhten uns etwas aus. Nach dem Ortseingang bei der alten Post hatten wir ein Schild vom Restaurant Kristall gesehen und waren am Tag auch schon mal vorbeigefahren, um uns nach den Öffnungszeiten zu erkundigen. Um 19:00 Uhr machten wir uns zu Fuß auf den Weg, da es nur 600 Meter entfernt war. Als wir ankamen, war die Tür geschlossen aber es stand ein Schild da, das man klingeln soll. Gesagt getan. Zuerst tat sich nichts. Doch dann wurde die Tür geöffnet und wir wurden gefragt, ob wir eine Reservierung haben, hatten wir natürlich nicht. Wir durften dann trotzdem reinkommen und fanden Platz an einem der Steintische im Garten. Mehrere Gesellschaften saßen schon in dem geräumigen Garten. Auf das Essen mußten wir etwas länger warten, aber das hatte man uns gleich zum Anfang gesagt, war aber nicht schlimm.
Die Getränke kamen nach kurzer Wartezeit und dann etwas später auch das Essen. Wir hatten einen Sach mit Gemüse gewählt. Es hat alles sehr gut geschmeckt. Das Restaurant können wir weiterempfehlen. Allerdings empfiehlt sich eine Reservierung, auch in der Woche, zumindestend wenn auch noch Hochsaison ist.


08.08.2013
Wie gestern, gingen wir gegen 09:30 Uhr zum Frühstück. Als Tagesziel hatten wir heute die alte römische Stadt Deultum /Деултум/ ausgewählt. Sie liegt neben dem Ort Debelt ca. 19 km süd-westlich von Burgas und 45 km von Medovo entfernt. Als wir durch Kableschkovo fuhren, bemerkten wir, das überall Autos parkten und sahen schnell auch den Grund, es war ein großer Markt aufgebaut. Also suchten wir uns eine Parkmöglichkeit und schlenderten über den Markt. An einem Stand entdeckten wir den Weber, der seine Werkstatt in Medovo hat. Wir wollten bei Ihm noch eine Decke kaufen, aber genau dieses Maß hatte er nicht mehr dabei. Er rief in der Werkstatt an und dort gab es sie noch. So verabredeten wir uns für den nächsten Morgen, um sie abzuholen.
Ohne weitere Stopps ging es nun nach Debelt. Der Ort war gut ausgeschildert und so erreichten wir unser Ziel nach rund einer Stunde Fahrzeit. Am Eingang gab es keine Tabellen oder irgendeinen anderen Hinweis, daß wir richtig sind. Zuerst fiel uns ein halbwegs verfallenes Gebäude auf, das einmal ein Museum war. Später, während der Führung erfuhren wir, das an gleicher Stelle ein Neues gebaut wird. Nach kurzer Orientierung fanden wir dann ein kleines Büro, wo wir nachfragten, was man besichtigen kann. Der Eintritt kostete 3,00 Leva pro Person und die fachkundige Führung war schon inbegriffen. Es gab auch eine Broschüre in deutscher Sprache, ansonsten war die Führung in Bulgarisch, was für mich zum Glück kein Problem war. Zur Zeit unseres Besuches fanden gerade Ausgrabungen statt, deshalb waren mehrere Archäologen anwesend und eine von Ihnen machte mit uns den Rundgang.
Nach rund einer halben Stunde war die Führung beendet und wir erkundeten das Gebiet noch etwas alleine und machten Fotos. Von den neuen Ausgrabungen durften wir keine Bilder machen, was uns freundlich aber bestimmt mittgeteilt wurde. Zum Schluß bezahlten wir mit einem 20,00 Levaschein und wollten den Rest spenden, was aber mehrfach abgelehnt wurde.

Deultum /Деултум/
Schon im IV. Jh vor unserer Zeitrechnung gab es hier eine trakische Siedlung. Der Ort war über den Mandrasee, der sich noch weiter nach Süden erstreckte, mit dem Schwarzen Meer verbunden. Zu Beginn des Jahres 70-zig des I. Jh wurde an gleicher Stelle, unter dem Kaiser Vespasian, eine Siedlung für die Veteranen der VIII. Legion des Augustus gegründet und in den weiteren Jahren ständig ausgebaut. Die Stadt erhielt den Namen "Colonia Flavia Pacis Deultensium". Die Hauptstraßen wurden genau nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, die Parzellen hatten alle die gleiche Größe und es gab Wasserleitungen und Abwasserkanäle, welche unter den Straßen verliefen. In Deultum traf die, in Andrianopolis beginnende, Südwest-Nordost-Abzweigung der "Via Militaris" auf die "Via Pontica", welche viele Städte entlang der Küste miteinander verband. Weiterhin begann hier eine Straße in westlicher Richtung, die über Kabile bis nach Augusta Traiana (Stara Sagora) führte.
Bei archäologischen Ausgrabungen wurde eine große römische Therme gefunden, die über ein ausgeklügeltes Beheizungssystem und eine Bodenheizung verfügte. Sie wurde im I. Jh begonnen und bis zum III. Jh ständig erweitert. Es war ein gigantisches Gebäude mit weitläufigen kalten und warmen Bereichen. Der Besuch der Therme gehörte zum Alltag der römischen Bevölkerung. Die Menschen versammelten sich hier, es wurden die verschiedensten Themen diskutiert, man unterhielt sich beim Würfelspiel, Geschäfte wurden getätigt und man erholte sich vom anstrengenden Tag. Es gab einen Doppelboden, durch den mit Tonrohrleitungen die Warmluft verteilt wurde, welche man in großen Öfen im Heizungskeller erzeugte. Die Öfen wurden ständig durch Sklaven befeuert. Der Boden und die Wände waren verkleidet mit Marmorfliesen, Mosaiken, Profilsimsen und Pfeilern. In der Mitte des IV. Jh wurden die Thermen bei einem Erdbeben zerstört.
Auf den Ruinen wurden Wohngebäude errichtet, wobei die intakten Mauern in den Bau mit einbezogen wurden. Die schwierigen Prozesse und stürmischen Ereignisse zum Ende des IV. Jh und Anfang des V. Jh wirkten sich stark auf das Schicksal der Stadt aus. Sie wurde mehrfach verwüstet, durch die Goten, die Hunnen, die Awaren und durch die Slaven. In der zweiten Hälfte des V. Jh wurde die Stadt verkleinert und über den Thermen wurde die östliche, byzantinische Festungsmauer errichtet und mit einer Bastion verstärkt. Die römische Hauptstraße (Decumanus Maximus) wurde verkürzt und umgebaut. Auf ihr entstand das Osttor. Nördlich des Tores, hinter den Festungsmauern, wurden große Getreidespeicher angelegt, die Anfang des VII. Jh ihre Bestimmung verloren und zu Wohnhäusern umgebaut wurden.
Nördlich der Thermen gibt es eine weitere Ausgrabungsstätte. Hier entstand, auf den Grundmauern einer alten thrakischen Kultstätte, vom I.-II. Jh ein römischer Tempel, der dem Gott der Heilkunst - Asclepios gewidmet war. Beim späteren Umbau des antiken Tempels, wurde er zum Heiligtum des Herrscherkultes. Das Gebäude erhielt eine luxuriöse Ausstattung mit Marmorsäulen, Wandverkleidungen, die mit Reliefs überzogen waren, Wandmalereien und Säulen mit vergoldeten Simsen. Abbildungen davon findet man auf den Münzen, die in der Stadt geprägt wurden. Im Innenraum befand sich die Schatzkammer, wo fünf Inschriften, zu Ehren des Imperators Philip Arab und seiner Frau Otazilia Severa, gefunden wurden. Westlich dieses Komplexes verläuft eine der großen Straßen der Stadt, an der sich Läden befanden. Nach der Zerstörung des Tempels im III. Jh , wurde auf seinen Ruinen eine große private Villa errichtet. In der späten Antike wurde diese in eine Bastion umgebaut. Während des IX. Jh siedelten sich in der Stadt die Bulgaren von Khan Krum an.
Durch den steigenden Wasserspiegel des Schwarzen Meer kam es im XIII. Jh zu einer zunehmenden Versumpfung des Mandrasees und des Fahrwassers. Der Hafen wurde immer weiter nach Osten, bis zum heutigen Burgas, verlegt. Das Leben in der Stadt kam daraufhin zum Erliegen und seit dem XIV. Jh wird der Ort in keiner historischen Quelle mehr erwähnt. Bei archäologischen Ausgrabungen wurden in dieser Gegend mehrere, umfangreiche Münzschätze gefunden. Desweiteren wurden Statuen, Kapitel, keramische Erzeugnisse und weitere kleine Fundstücke geborgen. Diese können im Archäologischen Museum in Burgas besichtigt werden. Bei der Online-Abstimmung im Jahre 2011 wurde Deultum zu einem der Wunder Bulgariens gewählt.
Im Anschluß an die Besichtigung von Deultum fuhren wir nach Burgas. Dort statteten wir einer Bekannten einen unangemeldeten Besuch ab. Da wir nur noch diesen Abend in Medovo waren, buchten wir für den nächsten Tag das Hotelzimmer gleich vor Ort. Leider gab es nur noch ein Apartment für 120,00 Leva. Alle Doppelzimmer waren belegt. Als wir am nächsten Tag eincheckten, stellte es sich heraus, das es goldrichtig war sofort zu reservieren, denn alle Zimmer waren ausgebucht. Wir machten noch einen kurzen Abstecher in die Fußgängerzone und konnten doch einige positive Veränderungen feststellen. Die Fußgängerzone wurde renoviert und viele Läden, die im letzen Jahr leerstanden, waren wieder vermietet. Bis zum Meeresgarten schafften wir es zwar nicht mehr aber am nächsten Tag war dafür noch genug Zeit.


09.08.2013
Wie bereits an den letzen beiden Tagen, gingen wir gegen 09:30 Uhr zum Frühstück. Anschließend wurde das Gepäck eingeladen und noch die Tischdecke abgeholt. Als wir in Burgas ankamen, war das Hotelzimmer leider noch nicht fertig. Wir parkten direkt vor dem Hotel, da sich die Tiefgarage als nicht sehr "autofreundlich" herausstellte. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg zum Meeresgarten. Dort gab es im alten Casiono, welches neu renoviert wurde, eine Ausstellung "Die Burgasser Bucht - Kreuzweg der antiken Zivilisationen und Kulturen". Den Tipp, diese Ausstellung zu besuchen, bekamen wir in Deultum. Es gab verschiedene Münzfunde aus der Burgasser Bucht zu sehen und die Reste (der Kopf und eine Hand) einer Statue von Septimius Severus (192-211), die in den Ruinen des Tempels des Herrscherkultes in Deultum gefunden wurden.
Die Austellung war kostenlos und der Rundgang dauerte nur eine halbe Stunde. Das Wetter war herrlich und wir beobachteten eine Weile eine Segelregatta, die vor der Küste stattfand. Da es langsam Zeit war, etwas zu essen, suchten wir uns ein gemühtliches Restaurant (Burgasser Abende /Бургаски Вечери/) mit einer Klimaanlage. Im Sommergarten machte das Sitzen bei 30°C, auch unter dem Sonnenschirm, keinen Spaß. Das Essen war in Ordnung. Abends ist das Restaurant nur etwas für "Chalgaliebhaber", da nur diese Musik läuft und auch öfter Konzerte mit Chalgasängern veranstaltet werden. Da wir nur zum Mittagessen waren, hat es uns nicht weiter gestört. Nach dem Essen schlenderten wir noch etwas durch die Stadt, tranken einen Kaffee in der Fußgängerzone, besorgten einen Blumentopf und besuchten noch einmal unsere Bekannte. Da wir versprochen hatten noch mal vorbei zu kommen, war sie natürlich einkaufen gewesen und wir mußten kräftig zulangen. Damit hatte sich der geplante Restaurantbesuch für den Abend erledigt. So machten wir es uns anschließend im Hotel bei Rakia und Lukanka gemütlich.


10.08.2013
Nach einer ruhigen Nacht wurden wieder alle Sachen zusammengepackt und dannach gingen wir zum Frühstück. Es wurde für jeden Gast persönlich durch zwei Frauen zusammengestellt, die nicht nur für das Frühstück zuständig waren, sondern auch die Zimmer reinigten. Das Restaurant machte einen gepflegten Eindruck aber leider gibt es seit April keinen Pächter mehr, weshalb es momentan nur als Frühstücksraum genutzt wird. Im Internet wird dieser Umstand bei der Hotelbuchung nicht erwähnt. Hier wird immer noch mit dem Restaurant geworben (z.B. auf booking.com).
Das Gepäck war schnell verstaut und es ging los nach Tsarevo, genauer zum Ortsteil Vasiliko. Es waren nur 66 Kilometer und deshalb dauerte die Fahrt nur rund eine Stunde. Einige Kilometer vor dem Ziel kündigten wir uns telefonisch an, da unsere Quartierbuchung über Freunde lief und die genaue Adresse noch nicht bekannt war. Das Quartier war schnell gefunden und so bezogen wir für die nächsten 5 Tage unser Zimmer im "Gästehaus Sunrise". Für eine Übernachtung bezahlten wir 35,00 Leva. Im Zimmer gab es ein Doppelbett, einen Schreibtisch mit Fernseher (den wir nicht einmal eingeschaltet haben) und einen Kleiderschrank. Das Bad war auch groß genug. Auf dem Balkon, mit Meerblick, stand ein kleiner Tisch und drei Hocker. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, besuchten wir den Strand von Vasiliko. Er ist nur ca. 100 Meter lang, aber für ein erstes Bad im Meer vollkommen ausreichend. Zum Abendessen trafen wir uns im Bistro Lilia, welches sich gegenüber unseres Quartieres befand.
                        
                                Das Gästehaus Sunrise                                                 Der Strand von Vasiliko


11.08.2013
Zum Frühstück gingen wir ins Bistro Lilia. Es gab dort verschiedene Frühstücksangebote zu 6,00 Leva (Kaffee, Saft, Wurst, Käse, Konfitüre, Tomaten, Gurken und Brot in unterschiedlicher Zusammenstellung) und verschiedene Sandwiches. Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir an den Strand zum Camping Süd. Er befindet sich in der Nähe von Kiten, ca. 10 Kilometer von Tsarevo entfernt. Dort gibt es einen großen Campingplatz und direkt am Strand befindet sich das Hotel "Seepferdchen /Морско Конче/".
Der feine Sandstrand ist ca. 200 Meter lang und bis zu 40 Meter breit. Hinter einem langgestreckten Felsen in Richtung Süden, befindet sich ein weiterer Strand mit einer Länge von rund 800 Metern. Da das Ganze etwas abgelegen ist, war es hier nie richtig voll. Direkt am Strand gab es ein Bistro (für den kleinen Hunger und Geldbeutel) und ein Restaurant mit einem großen Außenbereich, das zum Hotel gehört. Da es heute starken Wellengang gab, wurde die rote Flagge aufgezogen und das Baden war verboten. Wir fuhren deshalb zurück nach Tsarevo an den Strand Nestinarka. Hier waren die Wellen nicht so hoch und bei gelber Flagge war das Baden erlaubt. Zum Mittag besuchten wir das Bistro Boruna, das am südlichen Ende etwas oberhalb des Strandes liegt. Von hier hat man einen herrlichen Blick über die ganze Bucht.
Für den Abend hatten wir einen Tisch im Restaurant Seestern/Морска Звезда bestellt. Es gibt nur einige Tische und ohne Vorbestellung ist in der Hochsaison kein Platz zu bekommen. Wie der Name schon vermuten läßt, ist es ein Fischrestaurant. Wir wählten Seehecht (hat grüne Gräten) und Rochen, desweiteren verschiedene Beilagen, Rakia und zum Essen Weißwein. Fisch ist etwas teurer, als die anderen Gerichte und so war die Rechnung für 4 Personen etwas höher als sonst, aber mit 120,00 Leva (ca. 60 €) immer noch im normalen Rahmen.


12.08.2013
Auch heute gingen wir zum Frühstück ins Bistro Lilia. Anschließend fuhren wir an den Strand zum Camping Süd. Da am Nachmittag noch ein straffes Programm geplant war, blieben wir nur bis zum Mittag. Nach einer kurzen Ruhepause brachen wir mit zwei Autos nach Resovo zur Bulgarisch-Türkischen Grenze auf. Sie befindet sich nur 30 km von Tsarevo entfernt. In Resovo selbst gibt es nicht viel zu sehen und nach nur 15 Minuten ging es weiter nach Sinemorets. Von dort werden geführte Bootstouren auf dem Velekafluß angeboten. Der Fluß befindet sich im "Naturpark Strandscha", der eine Fläche von rund 1116 Km2 einnimmt. Er kann auf einer Länge von rund 5 km (von Sinemorets aus) befahren werden. Pro Person kostete die Rundfahrt 15,00 Leva. An der Einstiegsstelle, in der Nähe von Sinemorets, befindet sich eine sehr interessante Brücke. Diese wurde 1939 von der Firma Krupp hergestellt. Sie war einst doppelt so lang und befand sich zuerst im Landesinneren. Später wurde sie geteilt und ein Teil über den Velekafluß verlegt. Die Brücke selbst stellt ein Baukastensystem dar, wodurch sie problemlos erweitert oder verkleinert werden kann. Es gibt keinerlei Schweißverbindungen und Verschraubungen. Eine weitere Besonderheit ist der Garantiezeitraum. Der endete erst 2004. Die Brücke wurde vor wenigen Jahren komplett überholt.
                        
                                Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei          Die Brücke bei Sinemorets
Der Fluß Veleka /Река Велека/ entspringt in der Türkei und hat eine Länge von 147 km. Der längste Abschnitt, bis zur Mündung ins Schwarze Meer, befindet sich in Bulgarien mit 123 km. Entlang des Flußlaufes gibt es zwei Reservate. Das Erste im mittleren Abschnitt - Veleka - und das Zweite bei der Mündung ins Meer - Mündung des Veleka. Die Mündung des Flußes wir bei stark auflandigem Wind regelmäßig verschlossen. Wenn der Wasserspiegel steigt und ablandiger Wind herrscht, wird innerhalb weniger Minuten eine Bresche in den Strand geschlagen und der Fluß ergießt sich ins Meer. Das kann innerhalb einer Woche mehrmals passieren und der Strand wird nicht immer an der gleichen Stelle durchbrochen. Im und entlang des Flusses gibt es eine reiche Flora und Fauna. Hier wachsen Erlen, Bambus, Buchen, Ulmen und Eschen und verschiedene Lianenarten. Man findet die geschützte gelbe Wasserlilie und Sumpfschneeglöckchen. Im Fluß leben mehr als 30 Fischarten, darunter besonders stark vertreten ist der Döbel. Es gibt 5 Tierarten, die im "Roten Buch Bulgariens" verzeichnet sind, davon zwei Arten von Wasserschlangen, Schildkröten und der Wildkarpfen.
Die Rundfahrt auf dem Fluß dauerte rund 1,5 Stunden. Im Anschluß fuhren wir nach Tsarevo zurück und zum Abendessen gingen wir ins Restaurant "Beim Strand /До плажа/". Die Speisekarte war sehr umfangreich, von gegrilltem Gemüse (sehr zu empfehlen) über Leber, sowohl gegrillt als auch gebraten, bis zu den Standartgerichten wie Kebabche/Кебапче/ und Kavteta /Къвтета/.


13.08.2013
Nach dem obligatorischen Frühstück im Bistro Lilia fuhren wir auch heute wieder an den Strand zum Camping Süd. Nach dem Mittag ruhten wir uns etwas aus. Am Nachmittag machten wir einen Abstecher nach Tsarevo und spazierten durch den Park bis ans Meer. Der Ort ist zwar nur 1-2 Kilometer entfernt, aber da es sehr warm war, fuhren wir mit dem Auto und parkten an der Tourismusinformation. Vom 01.08. - 15.08.13 fand in der Stadt das "Neunte Festival des Strandschaer Mehltauhonigs" statt und es gab mehrere Stände mit einer Vielzahl verschiedener Honigsorten (nicht nur Meltauhonig). Wir probierten Einige und nahmen dann ewas von Denen, die uns am besten schmeckten, mit. Nach 1,5 Stunden fuhren wir wieder nach Vasiliko zurück. Am Abend waren wir zum Abendessen eingeladen.
                        
                                Honigstände                                                                        Die Kapelle Sv. Georgi

14.08.2013
Heute ging es zum letzten Mal zum Frühstück ins Bistro Lilia. Bei unser Bootstour auf dem Velekafluß erfuhren wir, das es in Ahtopol eine Ankermuseum gibt. Bevor wir das Ziel erreichten, machten wir jedoch erst einen Halt bei der alten griechischen Schule. Heute befindet sich dort eine kleine Ausstellung und das Gebäude wird von der Akademie der Künste in Sofia genutzt. Jeden Sommer kommen Studenten hier her, um verschiede Projekte zu realisieren und Seminare durchzuführen. Wir hatten Glück, da die Austellung am Mittwoch geöffnet ist. Nach dieser Stippvisite gingen wir zum Auto zurück und kamen an der Kirche "Maria Himmelfahrt" vorbei. Bei der Besichtigung erzählte der Pope uns, das sie eines der drei Gebäude war, die vom Großbrand von 1918 verschont geblieben waren. Das Ankermuseum befindet sich in der zweiten Etage eines Restaurantes am Hafen von Ahtopol. Zu diesem Komplex gehört auch ein Hotel. Es ist täglich von 09:00 Uhr bis 19:30 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. In der Ausstellung gibt es eine Reihe von Exponaten aus verschiedenen Epochen mit aussagekräftigen Beschreibungen zu sehen. Im Anschluß tranken wir einen Kaffee im Restaurant und warfen einen Blick in die Speisekarte. Ein Schopska kostete fast 10,00 Leva und war damit doppelt so teuer wie in anderen Lokalitäten. Die Getränke waren nur minimal teurer.
Ahtopol /Ахтопол/ liegt auf einer felsigen Halbinsel am Rande des Strandschagebirges nur 14 Km südlich von Tsarevo. Bis zur Mündung des Veleka sind es 5 km. Schon in der Neusteinzeit gab es hier eine Siedlung. Die Stadt wurde 430 vor unserer Zeitrechnung durch Kolonisten aus Athen gegründet. Sie wurde zum Handelszentrum und hatte das Recht, eigene Münzen zu prägen. Nach den Barbarenüberfällen im V.-VII. Jh, wurde sie durch den byzantinischen Herrführer Agaton wieder aufgebaut und erhielt den Namen Agatopolis. 1398 wurde die Stadt Bischofssitz. Nur kurze Zeit später fiel sie unter die osmanische Besetzung. Nach den Balkankriegen (1912-1913) fiel Ahtopol wieder Bulgarien zu. Die griechische Bevölkerung wurde umgesiedelt und an ihre Stelle traten bulgarische Flüchtlinge aus Osttrakien. 1918 vernichtete ein Großbrand den gesamten Ort. Nur drei Gebäude wurden verschont. In den folgenden Jahren wurde die Stadt neu aufgebaut.
Da es bereits Mittagszeit war, beschlossen wir, nicht wie geplant, an den Strand vom Camping Süd zu fahren, sondern nach Arapia. Dort gibt es ein hervorragendes Restaurant, wo wir essen wollten. In den letzten Jahren hat sich enorm viel in der Region geändert und so existierte das alte Restaurant nicht mehr. Es wurde nur wenige hundert Meter weiter ein neues, größeres Gebäude mit zwei Etagen gebaut. Der Name ist geblieben "Nemasch Grischi /Немаш грижи/" (hast keine Sorgen). Wir machten es uns in der oberen Etage gemütlich. Die Portionen waren extrem groß und kaum zu schaffen. Der Strand war, für meine Begriffe, etwas überfüllt und deshalb fuhren wir nach dem Essen doch wieder an unseren Lieblingsstrand zum Camping Süd. Dort nutzten wir noch einmal die letzte Gelegenheit zum Baden.
Am Abend hatten wir einen Tisch im Bistro "Der Alte Hirsch /Старият елен/" reserviert. Das Wetter war, wie die ganze Zeit, sehr warm und so waren alle Tische unter dem Blätterdach reserviert. Da das Mittagessen sehr üppig ausgefallen war, gab es zum Abendbrot nur noch einige Kleinigkeiten wie Salat und gebackenen Schafskäse. Jetzt neigte sich auch unser Aufenthalt am Meer seinem Ende entgegen.


15.08.2013
Zum Frühstück wollten wir wieder ins Bistro Lilia gehen, mußten aber feststellen, daß geschlossen war. So landeten wir im Wallnußbaum. Die Sachen hatten wir fast alle noch am Abend gepackt. Das Auto wurde beladen und wir nahmen eine der längeren Strecken bis nach Levski (340 km) in Angriff. Wie im letzten Jahr, entschieden wir uns für den Pass der Republik. Der Verkehr war nicht sehr stark und so erreichten wir gegen 14:00 Uhr unser Ziel. Für heute waren keine weiteren Aktivitäten geplant. Am Abend machten wir es uns auf der Terasse unterm Weinlaub bequem und ließen den Tag ausklingen.


16.08.2013
Heute wurde schon kurz vor 08:00 Uhr gefrühstückt. Eine halbe Stunde später fuhren wir nach Svishtov, genauer gesagt zum Park "Die Denkmäler /Паметниците/". Sie sind ungefähr 4 km in östlicher Richtung vom Stadtzentrum entfernt. Nur wenige hundert Meter davor befinden sich die Reste des römischen Legionslager und der frühbyzantinischen Stadt Nove.
Die Denkmäler /Паметниците/.
An dieser Stelle überquerten in der Nacht vom 27. zum 28. Juni 1877 die ersten Teile der 14. Infanteriedevision und der 4. Schützenbrigade der russischen Truppen, unter dem Befehl von General-Major Dragomirow, die Donau und damit begann die Befreiung Bulgariens. Bei den anschließenden Kämpfen und der Befreiung von Svishtov fielen 812 russische Soldaten. Im Park befinden sich ein Gemeinschaftsgrab und verschiedene Denkmäler von Beteiligten. Es gibt auch ein Museum "Überquerung der russischen Truppen /Преминаване на Руските Войски/", was jedoch geschlossen war. Ein monumentales Tor (schätzungsweise zw. 30-40 m hoch) soll ebenfalls die Bedeutung dieses Ereignisses für Bulgarien hervorheben.
Das römische Legionslager und die frühbyzantinische Stadt Nove.
Das Militärlager der VIII. Augustuslegion entstand um 45. Es war ein wichtiger Bestandteil der Verteidigungslinie des Römischen Reiches. Anfangs umfasste es eine Fläche von 10 Hektar, wurde später jedoch nach Osten bis auf 17 Hektar erweitert. Das Lager hatte eine rechteckige Form (485x365m) und an jeder Seite befand sich ein Tor. Zum Anfang lagen die zivilen Gebäude noch außerhalb des Lagers. Nach und nach wandelte es sich in eine befestigte Stadt mit gemischter Bevölkerung um. Es entstanden neue Gebäude wie Kirchen und Werkstätten von Handwerkern und Kunsthandwerkern. Vom V.-VI. Jh war Nove auch Bischofsitz. In dieser Zeit vollzog sich auch der Übergang zu einer frühbyzantinischen Stadt. Die ersten Ausgrabungen wurden durch EU-Mittel unterstützt. Ein Teil des Lagers wird im Moment rekonstruiert und bis zum Sommer 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
                        
                                Der Pool eines Gebäudes beim Museum               Rekonstruktion des Lagers (teilweise)
Nach der Besichtigung tranken wir einen Kaffee und fuhren nach Svishtov, um für den geplanten Angelausflug noch ein paar Köder zu besorgen. Wir suchten uns einen toten Seitenarm des Osem und versuchten unser Glück beim Angeln. Leider verirrten sich nur ein paar kleine Köderfische an unsere Haken und so packten wir nach ca. 2 Stunden wieder alles zusammen. Bevor wir nach Levski zurückfuhren, besichtigten wir noch eine alte römische Brücke, die auch über einen toten Seitenarm des Osem führt. Sie wurde vor einiger Zeit restauriert, nur das Plaster fehlte noch. Da die Fische unsere Köder verschmäht hatte, fuhren wir am Supermarkt vorbei und kauften zum Abendbrot einige Forellen. Am Nachmittag machten wir es uns auf der Terasse gemütlich und in großer Runde klang der Tag aus.
                        
                                Gekaufte, statt geangelter Fische                             Gedeckter Tisch


17.08.2013
Unser Besuch in Levski war heute beendet und nach dem alle Sachen verstaut waren, ging es weiter zum Dorf Losen in der Nähe von Sofia. Nach 220 Km und 2,5 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht.
Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir einen ausgedehnten Spaziergang. Zuerst kamen wir zu einer der größten Kirchen des Ortes. Sie trägt den Namen des Hl. Atanas (des Großen). Momentan wird sie neu ausgemalt und bei unserem Besuch waren die Arbeiten in vollem Gange. Desweiteren gibt es noch eine ganze Reihe kleinerer Kapelle, an denen wir vorbeikamen. Nach fast zwei Stunden gingen wir wieder zurück. Zum Abendessen machten wir es uns wieder auf einer großen Terasse gemütlich und saßen bis nach Mitternacht zusammen.


18.08.2013
Nach dem Frühstück planten wir den weiteren Tagesablauf. Heute gab es keine Besichtigungen oder Sehenswürdigkeiten, sondern wir entschieden uns dafür, es ein weiteres Mal zu versuchen ein paar Fische zu angeln. Wir fuhren nach Pancharevo, da es dort einen großen Angelteich gibt (Рибарник "Панчарево"). Nachdem wir eine Gebühr pro Rute entrichtet hatten, suchten wir uns einen Platz aus. Das Gelände war sehr gut besucht. Allerdings tat sich im Wasser rein gar nichts, nicht nur bei uns sondern auch bei den anderen Angler um den See. Nach zwei Stunden gaben wir unsere Bemühungen auf und fuhren nach Losen zurück. Den Nachmittag und den Abend verbrachten wir auf der Terasse und erst gegen 03:00 Uhr am nächsten Morgen ging es ins Bett.


19.08.2013
Heute hieß es wieder Sachen packen und kurz nach 09:00 Uhr brachen wir nach Pernik auf. Für die rund 50 km brauchten wir keine Stunde. Wir trafen uns mit einem Studienkollegen und da wir das entgültige Ziel noch nicht erreicht hatten, fuhren wir ihm hinterher, über Bresnik bis nach Begunovtsi. Der Ort liegt ca. 30 km nord-westlich von Pernik. Hier sollten wir in der "Villa" übernachten. Ganz in der Nähe, bei Konska (6 Km) gibt es ein Sportzentrum - "Fun Sport" . Diesesmal war aber nicht genug Zeit für einen Besuch. Vielleicht klappt es im nächsten Jahr. Nachdem wir ausgeladen hatten, fuhren wir über Tran nach Lomnitsa (40 km). Dort besuchten wir "Die Schlucht des Flusses Erma". Bis zur Serbischen Grenze sind es nur 2 Kilometer. Im Zusammenhang mit einem gemeinsamen, grenzüberschreitenden Programm für die Entwicklung des Tourismus, wird momentan ein Informationszentrum und ein angrenzender Erholungspark gebaut. Es entstand ein Picknickplatz mit kleinen Inseln, jeweils mit eigenem Grill und Sitzgelegenheiten. Das Informationszentrum war noch nicht fertig.
Die Schlucht des Ermaflusses /Ждрелото на река Ерма/ hat eine Länge von 100 Metern. An der schmalsten Stelle ist sie nur 5 m breit. Zu beiden Seiten erheben sich steile Felsen mit einer Höhe von 150-200 m. Auf der rechten Seite (in nördlicher Richtung) befindet sich ein Tunnel, der auch ca. 100 m lang ist. Auf der anderen Seite gibt es einen schmalen Pfad, wo man zum Fluß hinunter gelangt. Es wurde ein Hinweisschild angebracht, das die Benutzung nicht ungefährlich ist und auf eigene Gefahr erfolgt. Auf der linken Flußseite kann man auf den Felsen eine Plattform erkennen, die über einen steilen Pfad erklommen werden kann.
Diesen Aufstieg haben wir uns für den nächsten Besuch vorgemerkt. Vom Picknickplatz führt der Weg zu einer Brücke, die über die Schlucht geht. Da wir einen anderen Rückweg wählten, mußten wir den Fluß durchqueren. Wir fanden eine seichte Stelle, wo es auch nicht sehr tief war. Anschließend folgte eine kurze Rast mit Bier und Nüssen und die nächsten Ziele wurden besprochen.
Da es bereits Mittagszeit war, fuhren wir zu einer nahegelegenen Baude. Nach dem Essen besuchten wir das Gigintsi-Kloster (auch Tsarnogorski-Kloster, Schwarzwaldkloster).
Das Schwarzwaldkloster /Църногорски манастир/
Bei Ausgrabungen auf dem Territorium des Klosters wurde entdeckt, das die ersten Gebäude aus dem XI. - XII. Jh auf antiken Grundmauern errichtet worden sind. Es konnte ein rechtwinkliger Wohnflügel und ein runder Verteidigungsturm nachgewiesen werden. Bei seiner Gründung stand das Kloster unter der Kontrolle des Ohrider Archiepiskop. 1183 unterstand es kurze Zeit dem Ungarischen und später dem Tarnovoer Patriarchat. Zu Zeiten der Asen-, Terter- und Schischmandynastie verfügte es über große Ländereien und Besitztümer, die von reichen Bojaren und den Zaren überschrieben wurden. Das Kloster wurde zur Feudalmacht mit großzügigen Rechten und voller Immunität - finanziell, administrativ und gerichtlich. Im Gegensatz zu vielen Anderen, wurde es nicht nach der Eroberung des Gebietes durch die Osmanen geplündert, sondern blieb Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der Bulgaren.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Kloster von Partisanen besetzt und 1960 mußten die letzen Möche es verlassen und damit dem Verfall und der Ausplünderung preisgegeben. Das Kloster wurde, mit Zustimmung des Sofioter Metropolit, zur Bewirtschaftung verpachtet, meist für ein Jahr. Die in den Jahrzehnten gesammelten Kirchengüter wurden geplündert, die umfangreiche Bibliothek verschwand. Die vorhandenen Stallungen des landwirtschaftlichen Betriebes verfielen und die Herden von Rinden, Ziegen, Schafen und Kaninchen wurden in den Klostergebäuden untergebracht. Die Pächter legten keinerlei Wert auf die Erhaltung des Klosters. So übergab der Pächter Jane Mitrev 1976 leichtgläubig für Dreharbeiten 18 Ikonen an das Kinozentrum, von denen die meisten nicht mehr zurückgegeben wurden. Das Desintresse des Sofioter Metropoliten gegenüber dem Kloster rief 1978 sogar die "weltliche Macht" auf den Plan und in einem scharfen Brief von der Gemeinde Pernik an den Metropoliten, wurden die Zustände angeklagt. Der Patriarch Maksim reagierte sofort auf dieses Schreiben und teilte mit, das die Verpachtung nur zeitweise erfolgt und er wird sein Augenmerk auf eine bessere Bewirtschaftung lenken. Die Kontrolle sollte durch den Geistlichen des nahegelegenen Dorfes erfolgen. Anstatt einer Besserung verschlechterte sich der Zustand zusehends. Auch nach der "Wende " änderten sich nichts. 1991 rief der Bürgermeister von Gigintsi das Fernsehen und sie filmten, wie die Schweine und Schafe in den Mönchszellen gehalten wurden. Auf die Ausstrahlung erfolgte jedoch keine Reaktion.
- Die heiligen Brüder Kosma und Damian wollten die weitere Beschmutzung ihres Klosters nicht weiter hinnehmen und bereiteten die Rückkehr der Mönche vor. Der letzte Pächter, der sich anschickte es für 50 Jahre zu pachten, wurde von einer Wespe gestochen und vertrocknete fast auf der Stelle auf dem Klosterhof -. Die heutige Bruderschaft erwählte 1989 das Kloster zu Ihrer "Stätte der Buße". Der Abt Evgeni und die Mönche Kalinik, Varlaam, Hektari und Adrian, sowie einige Angestellte, begannen unter großen Entbehrungen mit dem Wiederaufbau. Ohne Unterstützung waren sie nur auf ihrer Hände Arbeit und auf Spenden angewiesen. Erst im Jahre 2004 wurden die Stallungen wieder dort in Betrieb genommen, wo sie einst waren, ca 800 Meter entfernt. Das Leben der Bruderschaft war ein ständiger Kampf ums Überleben und so verwundert es nicht, das von der anfänglichen Mannschaft bis heute nur noch der Abt übrig blieb.
2007 wurde durch den damaligen Landwirtschaftsminister, Nichat Kabil, ein Komitee zur Organisation von Spendensammlungen für den Wiederaufbau des Klosters ins Leben gerufen. Der Spendenaufruf erfuhr eine breite Resonanz. Anfang Mai 2007 erfolgte der erste Spatenstich für den Wiederaufbau. Am 4.August wurde mit dem Bau des östlichen Wohnflügel und der neuen Kirche begonnen. In den folgenden zwei Jahren wurde der Turm mit dem Glockenspiel, eine Fiale mit dem heiligen Wasser, eine Laube und ein Trinkbrunnen gebaut, sowie mit der Gestaltung des Hofes begonnen. Das schnelle Bautempo und die qualitativ hochwertige Ausführung der Arbeiten fand auch die Beachtung der Regierung. So besuchten sowohl Sergej Stanischev als auch Boiko Borisov das Kloster. Die Regierung der Republik Bulgarien unterstützte den Wiederaufbau mit finanziellen Mitteln und Baumaßnahmen, wie der Anbindung an die Wasserversorgung und den Bau der Schotterstraße von Gigintsi (5 km) zum Kloster.
Nach der Besichtigung kauften wir im klostereigenen Laden noch ein paar Sachen ein, Büffeljoghurt, Marmelade und Wein. Alles Produkte aus eigener Herstellung. In wenigen Minuten waren wir wieder in Begunovtsi und machten uns frisch. Am Abend fuhren wir zum Essen an einen nahegelegenen Angelteich, den Stausee Begunovtsi. Seit einem Jahr gibt es hier ein kleines Fischrestaurant. Zum Glück gab es keine Mücken. Warum es keine gab wurde uns schnell klar, als wir die Schwärme von Schwalben sahen, die über das Wasser flogen und Insekten jagten. Nach dem Essen fuhren wir zurück und machten es uns im Garten unter einem großen Wallnußbaum bequem. Um Mitternacht stießen wir noch auf den Geburtstag der Frau meines Studienkollegen an und weit nach Mitternacht ging es ins Bett.


20.08.2013
Da es erst sehr spät ins Bett ging, schliefen wir heute etwas länger. Das nächste Ziel war auch nicht sehr weit enfernt. Wieder wurde das Auto beladen und dann nahmen wir die 110 km bis nach Blagoevgrad in Angriff. Zum Mittag erreichten wir unser Ziel. Nach einer kurzen Stärkung gingen wir ins Schwimmbad. Der Eintritt kostete 6,00 Leva pro Person. Es gibt im Bad verschiedene Rutschen (die aber nie allle gleichzeitig freigegeben werden), ein großes Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken und ein Wellenbad.
Auf einem nahegelegenen Hügel wurde vor einigen Monaten ein großes Kreuz errichtet. Am Abend ist es beleuchtet und wir konnten es auch von unserem Balkon aus sehen. Vor dem Abendbrot fuhren wir dort hin. Hier hat man einen herrlichen Blick auf die ganze Stadt. Nach dem Sonnenuntergang fuhren wir zurück und stellten die Autos ab. Zum Abendbrot gingen wir ins Restaurant West. Da es, wie die ganze Zeit, sehr warm war, suchten wir uns einen Tisch im Garten. Das Essen war sehr gut und die Rechnung überschaubar. Wir waren insgesamt 5 Personen und bezahlten 40,00 €, inclusive Trinkgeld.
                        
                                Das Kreuz                                                                             Ein Sach/Сач zum Abendessen


21.08.2013
Nach dem Frühstück wurden warme Sachen eingepackt, denn heute wollten wir ins Rilagebirge fahren zu den Sieben Rila-Seen. Kurz nach 09:00 Uhr brachen wir auf. In Sapareva Banja machten wir einen kurzen Zischenstopp beim Geysir. Irgentwie war der aber noch nicht wach, denn es war kein Wasser zu sehen. Also wieder zurück ins Auto und weiter ging es.
Gegen 11:30 Uhr erreichten wir die Liftstation. Es waren Ferien und der Parkplatz war gut gefüllt. Bis zur neuen Baude "Rila Seen" kann man mit dem Lift fahren (18 Leva, hin und zurück). Wir entschieden uns für die Fahrt mit dem Geländewagen (15 Leva, hin und zurück). Leider durfte der nicht ganz bis zur Baude fahren und so gab es noch einen Fußmarsch von einer halben Stunde bis wir sie erreichten. Die Temperatur betrug hier nur noch 15° C und es wehte teilweise ein kalter Wind. Wir wählten einen großen Rundweg über das Hochplateau. Zuerste erreichten wir den See "Die Niere /Бъбрека/". Hier machten wir eine kurze Rast und stärkten uns erst einmal. Der Anstieg zu den nächsten Seen war teilweis sehr steil und deshalb ging es nur langsam vorran. Als nächstes erreichten wir "Das Auge /Окото/" und nach einem weiteren Anstieg über viele lose Steine und Geröll "Die Träne /Сълзата/". Vom Gipfel hat man einen herrlichen Blick über alle 7 Seen. Für ein Panorama können aber nur 6 Seen eingefangen werden, da sich der Siebente, Die Träne, dann im Rücken befindet. Unser Ausgangspunkt , die Baude, befindet sich auf einer Höhe von 2135 Metern. Hier auf dem Gipfel waren wir bei 2550 Metern angekommen. Für diese Strecke benötigten wir 2 Stunden und 15 Minuten, wobei wir uns viel Zeit gelassen haben und auch öfter eine Pause einlegten, um die Natur zu genießen. Für den Rückweg wählten wir eine andere Route. Sie führte zuerst am "Dreiblatt /Трилистника/" vorbei, dann am "Zwilling /Близнака/ " und zuletzt erreichten wir den "Fischsee /Рибното Езеро/" und die alte Baude "Die 7 Rila-Seen /7–те Рилски Езера (2197 m)/". Hier tranken wir einen Tee, bevor wir die letzte Stunde bis zu unserem Wagen in Angriff nahmen. Als wir den vereinbarten Platz für die Abholung erreichten, wurden wir bereits erwartet.
Jetzt war es bereits nach 17:00 Uhr und wir hatten noch nicht viel gegessen. Wir fragten den Fahrer nach einem Restaurant und er schlug uns vor zu einer Baude zu fahren, wo er auch den Sommer über wohnt. Der Weg konnte auch nur zu Fuß oder mit dem Geländewagen zurückgelegt werden. Nachdem wir uns gestärkt hatten, brachte er uns zu unserem Auto zurück und wir fuhren wieder nach Blagoevgrad. Dort gingen wir noch einmal ins Restaurant West.
Die Sieben Rila-Seen /Седемте Рилски Езера/

Die Seen liegen im nordwestlichen Teil des Rilagebirges auf einer Höhe zwischen 2095 und 2535 Meter. Der tiefstgelegene See "Der Untere See /Долното Езеро/" befindet sich auf einer Höhe von 2095 Metern. Dann folgt "Der Fischsee /Рибното Езеро/" bei 2184 Metern, der sehr seicht ist. Der See "Das Dreiblatt /Трилистника/" befindet sich auf einer Höhe von 2216 Metern und wurde benannt nach seiner auffallenden Form. Er hat einen sehr flachen Uferbereich. Als nächstes kommt "Der Zwilling /Близнака/" bei 2243 Metern. Der Zwilling ist der See mit der größten Fläche der sieben Seen. Bei 2282 Metern folgt "Die Niere /Бъбрека/" mit dem steilsten Ufer. Der Name leitet sich auch aus der Form des Sees ab. Der sechste See "Das Auge /Окото/" liegt bei 2440 Metern und hat eine ovale Form. Er ist der tiefste See in Bulgarien. Der letzte See "Die Träne /Сълзата/" liegt am höchsten bei 2535 Meter. Im unteren See sammelt sich das Wasser der Darüberliegenden und der Abfluß bildet den Beginn des Flußes Dscherman.


22.08.2013
Die gestrige 5-Stunden Wanderung war auch heute noch etwas zu spüren, deshalb ließen wir es etwas ruhiger angehen. Nach dem Frühstück fuhren wir zur Kartbahn "FDKART" und buchten 15 Minuten. Gefahren sind aber nur der Sohn meines Freundes und ich. Die Bahn ist 720 Meter lang und hatt 11 Kurven. Meine schnellste Runde betrug 55,24 Sekunden und damit konnte ich die schnellste Runde mit 14 Zentel Vorsprung behaupten. Nach der anstrengenden "Arbeit" stellten wir unser Auto am Quartier ab und spazierten in die Stadt. Zum Mittag gingen wir in eines der vielen Restaurants, die entlang des Flußes liegen. Die Portionen waren ausgesprochen groß.
                        
                                Vorbereitung für den Start                                            Gefüllte Paprikaschote und Pommes
Nach dem Essen tranken wir in die Stadt einen Kaffee und anschließend machten wir einen ausgedehnten Einkaufsbummel. Am Abend besuchten wir das Hotel-Restaurant Rio, das sich in der Nähe des Bahnhofs befindet. Heute war unser letzter Abend.


23.08.2013
Nach dem Frühstück wurden wieder einmal alle Sachen im Auto verstaut und dann fuhren wir nach Sofia. Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir an und stellten das Auto, zum letzten Mal, vor unserem Quartier ab. Ab jetzt waren wir mit der Metro unterwegst. Nach einem kurzen Mittagessen fuhren wir ins Zentrum und spazierten über den Vitoscha-Bulevard. Seit unserem Besuch im April ist wieder ein großer Abschnitt des Bulevard fertiggestellt worden. Geschäfte, die teilweise leerstanden, waren wieder vermietet. Dafür stellten wir fest, das das City Center Sofia immer weniger Geschäfte hat. Zum Abend waren wir bei Bekannten zur Gartenparty eingeladen. Da wir genug Zeit hatten, legten wir die 3 Kilometer zu Fuß zurück. Als wir ankamen, war der Tisch schon teilweise gedeckt und wir halfen noch bei den letzten Vorbereitungen. Am Abend wurde der Kamin angefeuert und dann der Grill montiert. Für die Rückfahrt nahmen wir uns ein Taxi.


24.08.2013
Heute wurder unser Mietwagen wieder abgeholt. Insgesamt hatten wir in den letzten 3 Wochen über 2000 Kilometer zurückgelegt. Für die letzten Einkäufe fuhren wir noch einmal ins Zentrum. Auf dem Vitoscha-Bulevard trafen wir uns mit einem Studienkollegen und tranken einen Kaffee in einem der neuen Bistros. Der weitere Weg führte uns am ZUM vorbei bis zum Frauenmarkt. Der größte Teil des Marktes war eine große Baustelle. Wir versorgten uns mit Gewürzen und da sich so langsam der Hunger einstellte, suchten wir ein Restaurant. Nach einem ausgedehnten Marsch landeten wir dann im Happy Sushi an der Ecke Bulevard Tsar Osvoboditel/Georgi Rakovski. Hier war vor einigen Jahren noch ein Buchladen drin. In der zweiten Etage hatten wir den direkten Blick auf die Russische Kirche. Wir bestellten uns eine Platte für 2 Personen (36 Leva, 24 Teile) und eine Flasche Rose. Als Vorspeise gab es Bohnen mit einem speziellen Gewürz.
                        
                                Neugestalteter Vitoscha-Bulevard                           Sushi
Nachdem wir uns gestärkt hatten, ging es weiter. Wir kamen an der Volksversammlung vorbei, wo es täglich Demonstrationen gegen die Regierung gibt. Ein kleines, ständiges Lager war dort rund um das Reiterdenkmal gruppiert. Der Himmel zog sich immer mehr zu und als die ersten Tropfen fielen, erreichten wir die Metrostation bei der Universität. Wie jedes Jahr wurden wir im Buchladen fündig und kauften einige CD's und Kalender. Für den Heimweg nahmen wir die Metro. Als wir die Station Musagenitza verließen, hatte der Regen aufgehört. Am Abend regnete es sich dannn aber richtig ein. Jetzt stand der Kampf mit dem Gepäck bevor. Einige Sachen wurden in Sofia wieder eingelagert und am Ende hatte der Koffer 22,6 Kg und die Tasche 22,8 Kg. Da 23 Kg erlaubt sind, sollte es keine Probleme beim Einchecken geben. Den letzten Abend ließen wir gemütlich ausklingen.


25.08.2013
Heute ging es wieder nach Dietzenbach zurück. Da der Flieger erst 13:00 Uhr startete, konnten wir in Ruhe frühstücken. Zum Flugplatz bestellten wir uns ein Taxi. Beim Einchecken gab es keinerlei Probleme. Der Flieger hatte eine leichte Verspätung. In Frankfurt wurden wir schon am Flugplatz erwartet und gegen 16:30 Uhr waren wir wieder Zuhause.
© Fank Roloff, letze Änderung am 05.10.2021
Zurück zum Seiteninhalt